Zukunftsneugier Jetzt!
Ein Projekt für soziale Innovationen im Sozialwesen
Wer im Sozial-, Gesundheits- oder Bildungsbereich arbeitet, erlebt, wie komplex die Herausforderungen geworden sind: Fachkräftemangel, soziale Ungleichheit, starre Strukturen, wenig Zeit für echte Lösungen. Gleichzeitig gibt es überall Ideen, Impulse und Menschen, die etwas verändern wollen – weil sie spüren, dass es anders gehen kann.
Zukunftsneugier ist die Haltung, die diesen Veränderungswillen sichtbar macht: offen sein für neue Wege, bereit zum Fragenstellen, mutig im Denken und Handeln. Genau hier entsteht soziale Innovation.
Soziale Innovation braucht dich
Soziale Innovation braucht Deinen Frust. Deine Neugier. Deine Experimentierfreude. Deine Empathie. Deinen Perspektivwechsel.
Soziale Innovation beginnt dort, wo Menschen spüren: So wie es ist, kann es nicht bleiben. Wo bestehende Routinen nicht mehr greifen, wo Mut und Mitgefühl auf neue Ideen treffen.
Soziale Innovationen entstehen dort, wo gesellschaftliche Herausforderungen neue Antworten erfordern und das professionelle Handeln weitergedacht wird.
Wie gestalten wir Soziale Innovation – konkret, praxisnah und zukunftsorientiert?
Das Projekt Zukunftsneugier Jetzt! hat Räume geschaffen, in denen genau das möglich wurde: In Workshops, Beteiligungsformaten und einem gemeinsamen Veranstaltungssemester (Wintersemester 25/26) begegneten sich Praxispartner*innen, Lehrende, Expert*innen und angehende Fachkräfte – und entwickelten neue Perspektiven auf Herausforderungen im Feld der Sozialen Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung.
Dabei ging es nicht um fertige Antworten, sondern um gemeinsames Nachdenken, Erproben und Vernetzen – und darum, sichtbar zu machen, wie soziale Innovation im SAGE-Bereich (Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung) konkret aussehen kann.
Zukunftsneugier Jetzt! wurde von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) umgesetzt und im Rahmen der DATIpilot-Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Was machT soziale Innovation aus?
Soziale Innovationen entstehen in der Regel kooperativ und im Zusammenspiel von Theorie und Praxis. Sie sind Such- und Lernprozesse, in denen neue Lösungen co-kreativ und kontextgebunden entwickelt werden.
Ziel ist es, soziale Praktiken, Beziehungen und Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Teilhabe, Gerechtigkeit und Lebensqualität verbessert werden.
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Demografischer Wandel, soziale Ungleichheit, Fachkräftemangel, Klimakrise, Digitalisierung und ökonomischer Druck stellen die SAGE-Berufe vor komplexe Herausforderungen. Viele bestehende Systeme geraten an ihre Grenzen.
Soziale Innovationen eröffnen neue Handlungsspielräume, stärken bedarfsgerechte Strukturen und ermöglichen eine stärkere Beteiligung der Menschen, um die es geht. Sie fördern ein Verständnis von Professionalität, das auf Kooperation, Reflexion und aktiver Gestaltung beruht.
Die Wissenschaft der Sozialen Arbeit hilft dabei, gesellschaftliche Probleme zu analysieren und Innovationspotenziale zu identifizieren. Sie liefert theoretische Grundlagen für neue Lösungen, schafft Räume für Reflexion und verbindet Theorie und Praxis. Forschung in der Sozialen Arbeit ist nicht abstrakt, sondern ein konkretes Werkzeug, um soziale Dienstleistungen zu verbessern und Innovationen in der Praxis wirksam umzusetzen.
Im Projekt Zukunftsneugier Jetzt! wurden Formate entwickelt, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis stärken und angehenden SAGE-Fachkräften Werkzeuge an die Hand geben, soziale Innovationen fachlich weiterzudenken.
Soziale Innovationen und Innovator:innen entdecken – in unserer Projektgalerie
Wie wir soziale Innovation im SAGE-Kontext verstehen – Ergebnisse & Definitionen im Bereich Wissen & Transfer
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SAGE steht für die Studiengänge Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung.
Die Studiengänge im SAGE-Bereich befassen sich mit zentralen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens – in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und Lebensphasen. Sie werden überwiegend an Hochschulen für angewandte Wissenschaften gelehrt, weshalb diese auch als SAGE-Hochschulen bezeichnet werden.
Zukunftsneugier Jetzt! richtete sich an Studierende, Fachkräfte, Praxispartner*innen und Initiativen aus all diesen Feldern
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Soziale Innovationen im SAGE-Bereich entstehen dort, wo bestehende Routinen nicht mehr greifen, gesellschaftliche Herausforderungen neue Antworten erfordern und das professionelle Handeln weitergedacht wird.
Historisch betrachtet stellt bereits die Entwicklung der Sozialen Arbeit als Profession und akademisches Studienfach eine soziale Innovation dar. Besonders Frauen erkannten soziale und gesellschaftliche Problemlagen und entwickelten neue Lösungswege. Durch gemeinsame Such- und Lernprozesse entstand eine moderne, wissenschaftsbasierte Soziale Arbeit, die bis heute an Hochschulen für angewandte Wissenschaften zukünftige Fachkräfte ausbildet.
Innovationen im SAGE Bereich werden definiert als neuartige Konzepte, Programme, Methoden, Organisations- und Finanzierungsformen, die den Fachbereich grundlegend verändern und den Adressat*innen einen Mehrwert bringen. Innovationen umfassen dabei nicht nur große, sozialpolitische Themen, sondern auch kleine Projekte, die konkrete Lösungen für spezifische Probleme bieten. Im Kern geht es darum, auf sich wandelnde soziale und gesellschaftliche Herausforderungen neue, effektivere Antworten zu finden (vgl. Anne Parpan-Blaser 2011).
Eine vertiefte Einordnung und die vollständige Definition sozialer Innovationen im SAGE-Kontext finden sich im Bereich Wissen & Transfer.